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SUZUKI JIMNY – EIN ECHTER OFFROADER

SUZUKI JIMNY – EIN ECHTER OFFROADER

Der Suzuki Jimny ist noch kürzer als sein Vorgänger und präsentiert als echter Offroader. Schon bei der ersten Testrunde um den Block (am besten gleich ins Gelände) stellt man fest, dass sich der wohl kleinste ernsthafte Klettersportler auf dem Markt zwar weiterentwickelt hat, seinem Charakter aber treu geblieben ist.
Die solide Leiterrahmenkonstruktion ist bocksteif und unverwüstlich. Dasselbe gilt für die beiden Starrachsen. Hier haben die Ingenieure aber immerhin ein etwas feinfühligeres Anfedern angebracht als im Vorgängermodell. Das bedeutet dass der Jimny nicht mehr ganz so unkomfortabel über den Asphalt schaukelt wie bisher.

14 Zentimeter kürzer im Vergleich zum Vorgänger endet der Suzuki Jimny praktisch mit den Hinterrädern. Ein Böschungswinkel von 48 (!) Grad bietet hier ein ganz großes Offroad- Kino. Der Rampenwinkel von 27 Grad und die Mindest-Bodenfreiheit von 205 mm sind auch nicht ohne. Das ergibt allerdings auch eine hohe Schwerpunktlage, die der Suzuki mit seinen taumeligen Karosseriebewegungen in Kurven nicht verleugnen kann.

Ein eifrig eingreifende ESP unterbindet bei Bedarf unerwünschte Offroad-Ausflüge und sorgt dafür, dass der Suzuki Jimny im Test sicher auf dem Asphalt bleibt.

Die Bremsperformance ist sicher der grösste Schwachpunkt und in Kombination aus hohem Schwerpunkt und kurzem Radstand pures Gift. Das Resultat sind inakzeptable Bremswege aus Tempo 100 von 45,6 Meter im kalten und 46,3 Meter im warmen Zustand.

SUZUKI JIMNY AUSSTATTUNG

Der Jimny hat aber an Ausstattung und Sicherheit ordentlich zugelegt. Serienmäßig warnt er beim Verlassen der Spur, bremst automatisch bei einem drohenden Frontcrash, erkennt die Müdigkeit des Fahrers – und auch Verkehrszeichen. Das sind Attitude die um diesen Preis und dieser Klasse doch positiv hervorzuheben sind.

City-SUV ist der neue Suzuki Jimny aber sicher nicht. Weichspül-SUV-Attitüden sind ihm fremd.
Das macht sich nicht nur am rustikalen Federungskomfort fest, sondern auch an der leichtgängigen, aber gefühllosen und sehr indirekt übersetzten Kugelumlauf-Lenkung. Die taugt hervorragend fürs exakte Manövrieren durch schweres Gelände. Einparken bedeutet aber vor allem eins – viel kurbeln. Vernünftig geradeaus läuft der Jimny damit auch nicht. Die Übersichtlichkeit dieses 3,65-Meter-Autos ist dafür ein Traum.

Einen Kofferraum sucht man mit einem Standardvolumen von 85 Liter vergeblich. Durch das Umklappen der beiden Fondsitze passen dann doch bis zu 830 Liter hinter die große Hecktür.

Dafür darf der Suzuki immerhin bis zu 1300 Kilogramm ziehen. Sollten hinten Passagiere mitreisen, finden sie nach mühsamem Einstieg überraschend viel Bein- und Kopffreiheit vor, sitzen aber mit stark angewinkelten Beinen und bekommen die Schläge der Starrachse unter ihnen zu spüren. Vorn hingegen sitzt man gut.

SUZUKI JIMNY MOTORISIERUNG

Zügig und flott arbeitet sich der 1,5 Liter Hubraum messende Vierzylinder-Benziner mit seinen 102 PS durch den Alltag. Dafür benötigt er weder Turbo noch Direkteinspritzung, spricht spontan aufs Gas an und wirkt recht munter. Allerdings erkauft sich der Antrieb seinen Antritt auch mit einer kurzen Übersetzung.

Maximal ausgefahren erreicht der Suzuki Jimny 145 km/h und dreht dabei fast aus. Vor diesem Hintergrund ist ein Testverbrauch von 7,9 Litern noch akzeptabel. Die große Stunde des Jimny schlägt jedoch abseits der Straße – hier überwindet er mit zugeschaltetem Allradantrieb und bei Bedarf mit kurzer Geländeübersetzung so ziemlich alles an Hindernissen, was mit einem Radfahrzeug möglich ist.

Preislich sartet der Jimny bei 17.915 Euro, als comfort+ um 19.985 Euro gibt es etwa Alu-Räder und ein Navi-/Infotainmentsystem samt Touchscreen sowie gut ausleuchtendende Voll-LED-Scheinwerfer.

Eine besonders im Gelände stets hilfreiche Vierstufen-Automatik ist aber nur in der Standardausstattung für 19.095 Euro enthalten.

Dirk Lange
Dirk Lange
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