BMW X5


VW T-ROC

VW T-ROC

Mit 4,23 Meter Außenlänge ist der T-Roc nur so groß wie ein normaler VW Golf und ist damit genauso park- und rangierfreundlich. Mit 1,57 Meter Höhe überragt der T-Roc einen Golf jedoch um 13 Zentimeter. Drei davon fließen in die erhöhte Bodenfreiheit mit ein, der Rest geht auf das Konto der Karosserie mit erhöhtem Dach und höherer Sitzposition.

Im Gegensatz zum Golf Plus gibt es den neuen T-Roc aber auch mit Allradantrieb namens
4Motion. Ein wirklicher Geländegänger ist der T-Roc aber nicht.

Den Allradantrieb übernimmt er von seinem 25 Zentimeter längeren und nochmals 10 Zentimeter höheren Bruder Tiguan. Von dem stammt auch das T in der Modellbezeichnung; das Roc – von Rock – soll die tatendurstige Robustheit dieses Modells betonen. Allerdings ist es mit der Geländetauglichkeit des kleineren Tiguan-Bruders trotz praktisch identischer Antriebstechnik nicht weit her. Die Möglichkeiten begrenzt nicht etwa ein wenig wirksamer Allradantrieb sondern die Karosserie.

Die hat Volkswagen vergleichsweise tief auf die Plattform gesetzt. Das begrenzt die Bodenfreiheit auf 160 mm was typisch ist für ein Mini-SUV dieser Klasse. Konzernbruder Audi Q2 oder Konkurrenten wie Hyundai Kona oder Mini Countryman bieten kaum mehr. Der VW Tiguan mit seinen 190 mm Bodenfreiheit stolziert im Vergleich dazu fast durchs Gelände, wo der T-Roc längst knirschend aufsetzt.

Das ist auch deshalb schlecht, weil wirksamer Schutz für die Unterseite des T-Roc auch gegen Aufpreis nicht lieferbar ist.

VW T-ROC IM GELÄNDE

Ein reiner Schönwetter-Allradler also? Leider ja. Die Frontschürze ist tief angebracht und obendrein schaufelartig ausgeformt. Bei Versuchsfahrten in alpinem Schnee und im Gelände muss man sich deshalb mit äußerster Vorsicht vorantasten, um keine teuren Schäden an Bug und Unterseite zu provozieren. Auf planem, aber rutschigem Untergrund kann man sehr wohl das Potenzial des Allradantriebs erkennen. Der Allrad-T-Roc zieht auch bei Glätte souverän die alpinen Steigungen hoch. Auch das Anfahren klappt problemlos und mit nur einer Sekunde Denkpause an sehr steilen Anstiegen.

Dank des Ölbad-DSG gibt VW für alle T-Roc mit Allradantrieb 1,7 Tonnen Anhängelast unter allen Bedingungen frei. Das ist in dieser Fahrzeugklasse ein guter Wert. Begrenzt auf 8 % Steigung sind es sogar 1,9 Tonnen.

VW T-ROC MOTORISIERUNGEN

Derzeit gibt es zwei Allradversionen des T-Roc: einen 2.0 TDI-Turbodiesel mit 150 PS lieferbar mit Schaltgetriebe oder DSG-Automatik sowie den mit DSG-Automatik kombinierten 2.0-TSI-Turbobenziner.

Die Leistung ist beim Turbobenziner elektronisch auf 190 PS begrenzt. Die Leistung steht aber bereits bei dieselartigen 4180 Touren zur Verfügung und fällt, anders als bei einem Diesel, nicht ab, wenn man den Motor höher dreht, sondern bleibt bis 6000 Touren konstant auf höchstem Niveau.

Außer bei gnadenlosem Vollgas versucht der Motor stets mit niedrigen bis mittleren Drehzahlen auszukommen, um den Verbrauch im Zaum zu halten. Das kann er sich leisten, denn die Beschleunigung befriedigt trotzdem auch hohe Ansprüche. Die satten 320 Nm Motordrehmoment, aber auch das relativ geringe Fahrzeuggewicht von 1486 Kilogramm helfen dabei, sodass der T-Roc 2.0 TSI einen souveränen Fahreindruck hinterlässt. Der Motor reagiert zudem mit nur minimaler Turboverzögerung auf Gaspedalbewegungen, was dem ganzen Auto einen erfreulich munteren Charakter verleiht.

Beim Verbrauch muss gesagt werden das trotz des konstruktiven Aufwands mit diesem Benziner keine Dieselartigen Verbrauchswerte erreichbar sind. Die versprochenen 6,8 Liter/100 km können im realen Straßenverkehr den tatsächlichen Verbrauch von 7,4 Liter/100 km überschreiten.

Fährt man zügiger, ergibt sich ein Verbrauch von 8,2 Liter/100 km. Auf der Autobahn bei 216 km/h Spitze, steigt der Verbrauchswert auf 9,8 Liter/100 km.

Der Grundpreis der T-Roc beginnt bei 30.800 Euro.

Stefan Mayer
Stefan Mayer
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